Bücherregal von A - Z

Natürlich hat man Vorlieben. Vielleicht ziehe ich einen Klassiker einer Kriminalgeschichte vor, oder einen Gesellschaftsroman einem Thriller. Vielleicht mag ich vielschichtige Romane mit Tiefgang lieber als leichte Unterhaltung. Anspruch und Unterhaltung müssen sich aber nicht gegenseitig ausschliessen - viel entscheidender für mich ist die Sprache eines Autors. Die Ausdruckskraft seiner Worte, Stil und Komposition, die Beschaffenheit der Atmosphäre.


Wenn 
ein Buch hervorragend geschrieben ist, kann ich mit der Handlung nachsichtig sein. Auf der anderen Seite finde ich es schade, wenn eine Handlung, die etwas hergibt, schlecht erzählt ist. Ich schätze es, wenn sich ein Autor für seine Figuren Zeit nimmt. Ausladende Beschreibungen langweilen mich nicht; langen, verschachtelten Sätzen folge ich mit Interesse. Ich mag es aber auch, wenn mit wenigen Worten alles gesagt ist. Was ich nicht mag, ist Oberflächlichkeit. Oder wenn Bücher zum Bestseller gemacht werden. Obwohl auch unter solchen Titeln ganz gute Literatur zu finden ist. Das mit den guten Büchern ist so eine Sache.


Die Menge an Büchern auf meinem Regal nimmt laufend zu. Die meisten unter ihnen sind keine Neuerscheinungen, da ich gerne in Antiquariaten oder Gebrauchtbuchläden nach Rosinen picke. Ältere Ausgaben, manchmal sogar Erstauflagen, üben ihren Reiz auf mich aus. Ich finde, dass vergriffene oder nicht mehr aufgelegte Exemplare eine Bibliothek aufwerten. Womit ich mich nicht anfreunden kann, sind E-Books. Ich halte gerne ein richtiges Buch in der Hand. Ein gebundenes Buch. Taschenbücher sehen nach der Lektüre so schrecklich zerlesen aus, besonders die Buchrücken. Deshalb kaufe ich mir nur noch Hardcover-Exemplare.

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