Buchrückblicke

Montag, 22. Juli 2024


Zitat der Woche

"Der Mensch sollte lesen, wozu es ihn gerade treibt; was er nur aus Pflichtgefühl liest, wird ihm wenig nützen."   (Francois de la Rochfoucauld)



Über die Auswahl

Willkommen auf bookstories - dem Ort, an dem ich Bücher bespreche und über Bücher schreibe. Die Literatur begleitet mich schon viele Jahre lang - früher als Autor auf der Seite des Schreibens, und nun auf jener des Lesens. Zeitlose Klassiker und oftmals schon in Vergessenheit geratene Titel der Gegenwartsliteratur interessieren mich am meisten. Manchmal stehen diese Bücher noch auf der Backlist eines Verlags, manchmal sind sie schon vergriffen und nur noch antiquarisch erhältlich. Die Bücherwelt bietet ein so reichliches Angebot, dass die entsprechende Auswahl oft eine Frage der Zeit bleibt. Über den Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, und gerade bei der Literatur zeigt es sich immer wieder, wie unterschiedlich und vielseitig die Interessen sind. Jeder betrachtet die Welt durch seine eigene Brille. Das ist auch bei der Auswahl und Beurteilung von Büchern nicht anders. Deshalb möchte ich euch hier auf bookstories in meine Welt der Buchgeschichten einladen.

Aktueller Beitrag

Franz Kafka - Das Schloss

Was schreibt man über ein Werk eines der meistinterpretiertesten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, über jemanden, der über sich selbst und die Literatur gesagt hat, er habe kein literarisches Interesse, sondern er bestehe aus Literatur, er sei nichts anderes

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Letzter Beitrag

Robert Seethaler - Der letzte Satz

Wie könnten sich die letzten Stunden eines Menschen anfühlen, der Mitte fünfzig noch nicht erreicht hat, eines harten, leidenschaftlichen, arbeitsintensiven Lebens müde ist, dessen Körper seinen Dienst getan hat und der Tod unmittelbar bevorsteht?

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Über das Lesen

Ich bin ein ausgesprochener Langsamleser und Literatur-Geniesser. Für eine Lektüre von vierhundert Seiten verstreicht schon etwas Zeit. Lesen ist für mich wie Musik hören. Wenn mir eine Textpassage ausserordentlich gut gefällt, lese ich sie gerne ein zweites Mal, nur um die Worte auszukosten. Wenn ich ein Buch beendet habe, möchte ich es nicht einfach ins Regal zurückstellen und zum nächsten greifen. Ich möchte seine Melodie nachklingen lassen, etwas in der vom Autor geschaffenen Atmosphäre verweilen, etwas davon mitnehmen können, indem ich darüber schreibe. Jedes Buch spielt auf einer eigenen Klaviatur, bringt Ideen zum Ausdruck, Botschaften in eine Form. Nicht nur Kreativität und Talent, auch viele Stunden Fleiss und Handwerk sind dafür erforderlich. Mit Hingabe und der Bereitschaft, mich aufmerksam mit dem Buch zu befassen, schaffe ich den Raum, in dem ich einer Geschichte gebührend begegnen kann. Ich nenne es bewusstes, stilles Lesen.

Über das Sammeln

Nicht nur das Lesen, auch das Sammeln ausgewählter Bücher und die Pflege meiner Bibliothek bereitet mir Freude. Am Anfang von bookstories überlegte ich mir, ob ich nicht zuerst alle Bücher auf meinem Regal lesen und darüber schreiben will, bevor ich mir weitere besorge. Aber diesen Gedanken hatte ich schnell wieder verworfen. Die Anzahl der Buchtitel nimmt stetig zu, was gleichsam bedeutet, dass auch die Menge ungelesener Bücher wächst und ich vermutlich niemals alles lesen kann. Dies hält mich aber nicht davon ab, nach weiteren schönen Werken Ausschau zu halten und meine kleine Bibliothek weiter auszubauen. Eine schwacher Hang zur Bibliophilie vielleicht.

Über die Sprache

Eine Anmerkung zu einigen Begriffen auf meinem Bücherblog, die nur in maskuliner Form erwähnt sind, wie zum Beispiel "der oder die Leser" oder "die Autoren", erscheint mir an dieser Stelle angebracht. Ich bin kein Freund der Gender-Bewegung und verwende auch die entsprechende Darstellungsweise in Texten nicht. Ihr werdet hier auf bookstories deshalb keine *Sternchen oder :Doppelpunkte finden oder angepasste Formulierungen. Damit will ich keine Ignoranz gegenüber nicht maskulinen Geschlechtern oder Andersfühlenden ausdrücken, sondern an der Einheitlichkeit und Gleichstellung unserer Sprache festhalten, wie wir sie über Jahrhunderte gekannt haben. Man muss das Rad nicht neu erfinden, um allen Menschen mit Respekt zu begegnen. Ich halte auch nichts von Neuübertragungen alter Werke in eine zeitgemässe Sprache, oder davon, gewisse Bücher, die Zeugnis einer sich entwickelnden Literaturgeschichte sind, heute zu verbieten.

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